Marco’s Italienreise

Unser Produktmanager für Flugreisen Marco reist gern, aber das nicht nur per Flugzeug. Das erste Mal packte ihn die Reiselust mit 12 Jahren, als er sein Heimatstädtchen in der Nähe des Comersees verließ, um den damals existierenden Direktzug von Mailand nach Hamburg zu besteigen, da sein Vater dort gerade geschäftlich unterwegs war. Nur wenige Jahre nach dem deutschen Mauerfall reiste Marco dann (volljährig und in Besitz eines gültigen Führerscheins) auf seinem Motorrad wieder gen Norden, diesmal nach Berlin. Die wohl abenteuerlichste Reise unternahm er jedoch 2002, als er etwa 8.000 km mit der Transsibirischen Eisenbahn zurück legte. Dahingegen glich seine letzte Reise, eine Tour durch Italien, zu der er auch seine Serena in den Koffer packte, fast schon einer Spazierfahrt.

Ein leichter Reiseablauf oder gar ein Strandurlaub, das ist nichts für Marco, das ist mal klar. Bei einem Programm, dem unsere Reisegruppen nur mit hängender Zunge folgen könnten, da kommt er erst so richtig in Fahrt.

Tag 1: Start vom Gardasee für eine etwa 4-stündige Fahrt gen Süden, in die Emilia-Romagna. Erster Stopp in San Leo, einem verträumten Bergstädtchen mit einer beeindruckenden Festung, das herrliche Ausblicke bietet. Sein bekannteres Nachbarstädtchen und kleinste Republik der Welt San Marino bietet ein ebenfalls fantastisches Panorama, sowie ein hübsches mittelalterliches Stadtbild. Die Grenze zur Region Marken hinter sich lassend, war der nächste Stopp Urbino, eine hübsche Renaissancestadt, die vor allem durch den Herzoglichen Palast beeindruckt, der heute die Nationalgalerie der Marken mit einer beachtlichen Kunstsammlung beherbergt. Etwas weiter südlich durchquerten Marco und Serena die Schlucht bei Furlo, welche von der antiken, römischen Via Flaminia gekreuzt wird (224-220 v.Chr.) und deren Vespasiano-Tunnel ein besonders interessantes Überbleibsel der Römerzeit darstellt. Mit einem Halt in Gubbio, in der italienischen Region Umbrien ließen Serena und Marco ihren Tag ausklingen. Nach Marco, war diese kleine, geschichtsträchtige Stadt mit ihren gotischen Palästen und Kirchen das Highlight diesen Tages.

Marco’s kuliniarische Empfehlung des Tages: Eine Piadina mit Squacquerone Käse und Parma-Schinken.

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Tag 2: Ein Besuch des spirituellen und kulturellen Zentrums Assisi darf natürlich bei keinem Umbrien-Urlaub fehlen. Die Basilika Santa Maria degli Angeli und die Kirche S. Francesco mit ihren Fresken, welche das Leben des Heiligen erzählen, sind absolute Must-Sees dieser Stadt. Weiter nach Spello, ein Ort römischen Ursprungs, der auf der touristischen Landkarte bisher noch etwas zu kurz kommt, doch mit seiner malerischen Altstadt zum Verweilen einlädt. In Spoleto, der einstigen Hauptstadt des gleichnamigen Herzogtums, erwartete unsere zwei Italienreisenden ein interessantes Stadtzentrum, dessen Hauptattraktionen die Burg und das alte Aquaedukt sind. Wer nicht so gut zu Fuß unterwegs ist, der kann das sehr gut funktionierende System aus Aufzügen und Rolltreppen im Zentrum nutzen. Eine Reise durch Umbrien, dem grünen Herz Italiens wäre nicht vollkommen, wenn nicht wenigstens ein Naturschauspiel auf dem Programm stünde. Der Wasserfall Cascate delle Marmore hat selbst den reiseerfahrenen Marco beeindruckt und bei heißen Temperaturen eine willkommene Abkühlung verschafft. Norcia, eine malerische, wenn auch weniger bekannte Stadt war der letzte Stopp des heutigen Tages. Die Geburtsstadt des Heiligen Benedikt, Gründer des Benedikterordens, ist zudem für ihre Wurstwaren „Norcineria” beliebt. Eine besondere Empfehlung ist eine Umbrienreise in die Ebene von Castelluccio zwischen Mai und Juli, wenn sich die umliegenden Wiesen und Felder in ein natürliches Mosaik aus bunt blühenden Blumen verwandeln. An den zwei letzten Sonntagen im Juni findet hier das Blütenfest statt.

Marco’s kuliniarische Empfehlung des Tages: Wildschweinschinken, Pecorino-Käse, Norcina Pasta mit Ricotta, Wurst und Trüffel

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Tag 3: Einen eher bitteren Nachgeschmack hinterließ ein Besuch von L’Aquila, dessen einst prächtiges Stadtzentrum 2009 bei einem verheerenden Erdbeben zerstört wurde und das sich immer noch im Restaurationsprozess befindet. Vom Zentrum des Stiefels ging die Reise weiter in südwestlicher Richtung nach Kampanien. In Benevento, der einstigen Hauptstadt der antiken Region Samnium in den südlichen Apenninen, bestaunten Serena und Marco das aus der Römerzeit stammende Amphitheater und den Triumphbogen sowie weitere imposante Bauwerke aus der Lombardischen Epoche.

Marco’s kuliniarische Empfehlung des Tages: Lammfleischspieße, geräucherter Provola-Käse, Pasta mit Kürbis und Garnelen

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Tag 4: Eines der beliebtesten Reiseziele Italiens, die Amalfiküste, durfte bei dieser Tour natürlich nicht fehlen. Malerische kleine Städtchen und Bilderbuchlandschaften machen diesen einzigartigen Küstenabschnitt südlich Neapels zu einem der schönsten des Belpaese. Die Fahrt entlang der schönsten Küstenstraßen der Welt kann sich zu Hochsaisonzeiten jedoch schnell zu einem Alptraum entwickeln, wenn sich hier dem italienischen Fahrstil nicht gewachsene  Touristen aus aller Welt im Autofahren üben. Die Schönheit von Orten wie Amalfi, Ravello, Positano, Maiori und Sorrent entschädigt jedoch für alle Strapazen.

Marco’s kuliniarische Empfehlung des Tages: Echte Neapolitanische Pizza, frische Fischgerichte aller Art, Cavatelli Pasta mit Provola Käse und Miesmuscheln und ZITRONEN in Form von Säften und Granita!!!

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Tag 5: Auf Capri hat es Marco am besten gefallen. Das kristallklare Meer und malerische Landschaften machen Capri zu einer Trauminsel. Von Sorrent kann man das Mittelmeerjuwel problemlos mit mehreren Anbietern im etwa halbstündigen Rhythmus erreichen. Die vollkommene Schönheit der Insel kann man am Besten vom Meer aus bewundern. Mit einer 1,5 – 2-stündigen Privatmotorbootfahrt um die Insel wirken die berühmten Felsformationen „Faraglioni“ ganz besonders beeindruckend. Unterwegs gibt es die Möglichkeit zur Besichtigung der Blauen Grotte, bei der man mit Ruderbooten in das Innere der 52 m langen Höhle fährt, deren Wasser durch die Reflektion des Tageslichtes unter dem Meeresspiegel in einem fantastischen Blauton erstrahlt. Auf der Insel selbst, kann man die Piazzetta, von der man eine hervorragende Aussicht hat, entweder zu Fuß oder mit einer Standseilbahn erreichen.

Marco’s kuliniarische Empfehlung des Tages: Frischer Caciottina-Käse, gegrilltes Gemüse aus der Region, frittierte Reisbällchen „arancini“ und gefüllte Kartoffel-Kroketten

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Tag 6: Neben den beliebten Ausflugszielen entlang des Golfes von Neapel, bietet die Region Kampanien darüber hinaus noch einige andere Highlights, so zum Beispiel das Schloss von Caserta, das etwa 40 km von Neapel entfernt liegt. Das Versailles des Südens übertrifft selbst das französische Beispiel als größtes Schloss Europas mit 250 Zimmern und Sälen, 250 m Länge und 47.000 qm an Mächtigkeit. Imposant ist nicht nur das Schloss selbst, sondern auch seine riesengroßen Park- und Gartenanlagen, die sich über 3 km Länge erstrecken und mit zahlreichen Brunnen, Teichen und Statuen die Besucher verzaubern. Nach einem romantischen Spaziergang, packte Marco Serena wieder ins Autound weiter ging es nun wieder in nördlicher Richtung in das etwa 80 km entfernte Gaeta in der italienischen Region Latium. Der hübsche Hafenort ist zwar bei Italienern sehr beliebt, doch bei deutschen Urlaubern bisher eher unbekannt. Ein Stopp lohnt sich hier auf jeden Fall, um durch seine mittelalterlichen Gässchen zu schlendern und um den Ausblick aufs Meer zu genießen. Im Landesinneren hielten Marco und Serena zum Tagesabschluss in Campodimele, ein typisches Dörfchen an der Grenze von Latium und Kampanien, das durch seine alten Steinhäuser und seine Lage inmitten der grünen Berge des Apennin besticht.

Marco’s kuliniarische Empfehlung des Tages: Büffelmozzarella und Tomaten aus der Region, im Ofen gebackene Goldbrasse , Pasta mit Bolognese-Sauce aus Ziegenfleisch, Oliven aus Itri/Gaeta

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Tag 7: Weiter gen Norden war an diesem Tag ein Stopp in Vulci, einer antiken Etruskerstadt an der Grenze zur Toskana, vorgesehen. In einem naturalistischen und archäologischen Park kann man die etruskisch-römischen Überreste vor der Kulisse einer unberührten Natur bewundern. Die Burg und Brücke Ponte dell’Abbadia sowie eine Ausgrabungsstätte lassen das Herz eines jeden Geschichtsfans höher schlagen.

Marco’s kuliniarische Empfehlung des Tages: Wildschweinschnitzel, Brathähnchen, Fischsuppe “Cacciucco” und Stockfisch mit Püree aus roten Kartoffeln und Paprika mit Gewürzfüllung

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Tag 8: Die Toskana – das Sinnbild jeder Italienreise! Fernab der Touristenpfade, inmitten der malerischen Hügellandschaften, da wo die Toskana am ursprünglichsten ist, in der Provinz Pisa, da liegen die kleinen toskanischen Dörfchen Terricciola und Lari. Letzteres ist in den vergangenen Jahren für einige Kollegen des Michelangelo Teams, die unseren Gruppen während der Reisen zur Olivenernte im November oder der Kamelienblüte im März in der Toskana örtliche Assistenz leisten, schon so etwas wie eine zweite Heimat geworden. Marco und Serena haben hier unsere Freunde der kleinen Pastafabrik Martelli wieder getroffen und natürlich eine Ration der köstlichen, handgefertigten Pasta mit nach Hause nach Arco genommen.

Marco’s kuliniarische Empfehlung des Tages: Fiorentiner Steak, in Lari: Toskanische Wurstwaren der Familie Cecotti und Pasta der Familie Martelli

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Damit ging eine erlebnisreiche Reise zu Ende. Marco’s Reisplanung hat sich wieder einmal als unfehlbar und Italien mit seinen bekannten und versteckten Schätzen als immer eine Reise wert bewiesen.

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